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BG 74 Veilchen Ladies vs. TuS Lichterfelde

Pokalspiel im FKG: Die zweite Runde des Pokals war angerichtet, und die jungen Berlinerinnen von TuS Lichterfelde waren zu Gast bei den erfolgshungrigen Veilchen Ladies. Vor heimischer Kulisse wollte Göttingen den nächsten Schritt in Richtung Erfolg gehen – doch der Start verlief alles andere als nach Plan.

Das erste Viertel begann mit einem Schlag ins Gesicht: TuSLi zog mit einem 0:7‑Lauf davon. Trotz des jungen Alters war das Team von Coach Aliaksandra Tarasava mental voll da und erwischte die Gastgeberinnen eiskalt. Die Antwort auf den verschlafenen Start kam schnell in Form einer Auszeit durch Veilchen‑Trainerin Francesca Dotto, die ihr Team sammeln und das Momentum der Berlinerinnen brechen wollte. Doch zunächst änderte sich wenig: Helen Spaine traf einen Dreier zum 0:10, ehe die Veilchen nach drei Minuten durch einen soliden Offensivzug und ein gekonntes Finish von Alice Bremer ihre ersten Punkte erzielten. Von da an lief die Göttinger Offense an – Possession für Possession kämpfte sich das Team heran und entschied das erste Viertel trotz des verpatzten Starts noch mit 18:16 für sich.

Die Story des Abends entfaltete sich im zweiten Viertel. Beide Teams lieferten sich einen offensiven Schlagabtausch, bei dem Meike Oevermann freudig mitmischte. Ihre ersten Punkte fielen per Midrange‑Wurf, der das Handgelenk weich machte – insgesamt folgten 18 Punkte (4 Dreier bei starken 57 Prozent Trefferquote) über die Partie. Die Veilchen rissen das Spiel an sich und trafen die eigentliche Vorentscheidung: Mit 48:26 (Q2: 30:10) gingen beide Teams in die Halbzeitpause.

Das dritte und vierte Viertel brachten keine neuen Erkenntnisse. Berlin schlug sich tapfer, doch die Göttingerinnen verteidigten ihre Führung souverän, sodass TuSLi den Rückstand nicht mehr verkürzen konnte. Topscorerin der Partie wurde verdient Meike Oevermann (18 Punkte, 2 Rebounds, 1 Assist), die von der Dreierlinie wie ein Flammenwerfer heiß lief. Weitere Stand‑out‑Performances auf Göttinger Seite: Teresa Leal Faustino (17 Punkte, 9 Rebounds, 12 Assists), die nur knapp am Triple‑Double vorbeischrammte, sowie Nastassia Selivon (12 Punkte, 6 Rebounds). Bei den Berlinerinnen war die 17‑jährige, 1,90 m große Mathilda Haensch die herausragende Spielerin – mit 18 Punkten, 19 Rebounds und 1 Assist zeigte sie dem FKG, welch brutales Talent in ihr schlummert und dass ihre Reise erst begonnen hat. Auch Helen Spaine überzeugte mit soliden 12 Punkten, 3 Rebounds und 1 Assist.

Veilchen‑Headcoach Francesca Dotto zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „I think we didn’t start the game in the best possible way, but we were able to react, find our rhythm and pick up our intensity as the game went on. We played against a young and talented team that made things difficult for us, especially in the early stages. But I think we did a good job adjusting, raising our intensity, and playing our kind of basketball.“

Nun gilt es, die Euphorie in die kommende Trainingswoche mitzunehmen und sich auf die Auswärtsfahrt zum ETV nach Hamburg vorzubereiten. Die Veilchen Ladies wollen den Schwung aus dem Pokalsieg mitnehmen und auch in der Liga weiterhin erfolgreich bleiben.

 

Fotos by Johannes Haase

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